Demokratie und Medien – Ein „Fächerbündel“ mit Sprengkraft Expert*innengespräch
Es zeichnet sich immer deutlicher ab, wie wichtig es ist, Medienbildung und Demokratiebildung in der Schule stärker zu verankern. Bildungsminister Wiederkehr schlägt ein entsprechendes „Fächerbündel“ vor, das von Lehrkräften unterrichtet werden soll, die unter einem gemeinsamen Dach, an sogenannten Schools of Education, ausgebildet werden. Dieser angekündigten Reform schlug sofort Gegenwind entgegen. Denn die Kombination von Fächern würde bedeuten, bekannte und ausgetretene Pfade zu verlassen; insofern hat der Vorschlag des Bildungsministeriums seine Sprengwirkung gezeigt. Sprengkraft liegt im Reformvorschlag auch, da ein Fach „Demokratie und Medien“ Möglichkeiten und Chancen birgt, gesellschaftlichen Verwerfungen, die durch soziale Netzwerke, Fake News, Hassreden, Desinformation, Radikalisierung etc. entstehen, entgegenzuwirken und Polarisierungen zu überbrücken.
Die Diskutant*innen wollen gemeinsam mit dem Publikum ausleuchten, was so ein „Fächerbündel“ in der Praxis bedeuten könnte. Welche Lehrkräfteausbildung wäre notwendig, welches Curriculum etc.?
Expert*innen:
- Doris Wagner (Bundesministerium für Bildung/Sektionschefin)
- Britta Breser (Universität Graz/Professorin für Demokratiebildung)
- Thomas Hellmuth (Universität Wien/Professor für Geschichtsdidaktik und Politische Bildung)
- Lorenz Prager (PH Oberösterreich/Zentrum polis/Medienpädagogik und Digital Citizenship Education)
- Heike Krösche (Universität Innsbruck/Assistenzprofessorin und Leiterin des Bereichs Geschichte und Politische Bildung)
Moderation: Gertraud Diendorfer