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Peace and Conflict Studies News Friedensforscher Josef Mühlbauer im Radio FM4 des ORF zu Venezuela
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Thursday, 08 January 2026

Friedensforscher Josef Mühlbauer im Radio FM4 des ORF zu Venezuela

Friedensforscher Josef Mühlbauer von der Uni Graz im Radio FM4 des ORF (Bild: Estefany Dariana Hiraldo)

Friedensforscher Josef Mühlbauer von der Uni Graz im Radio FM4 des ORF (Bild: Estefany Dariana Hiraldo)

Die USA haben die Hauptstadt Venezuelas, Caracas bombardiert und den amtierenden Staatschef Nicolás Maduro gefangen genommen. Nun steht er in New York City vor dem US-Bundesgericht. Aufnahmen zeigen Venezolaner:innen in und außerhalb des Landes, die feiern, dass Maduro nach 12 Jahren aus dem Amt entfernt wurde. Aber der Angriff verstößt gegen das Völkerrecht und vieles ist unklar– wer wird nun tatsächlich profitieren?

 

Moderatorin Aischa Sane spricht mit Menschen aus Venezuela und Friedensforscher Josef Mühlbauer von der Universität Graz

Friedensforscher Univ.-Ass. Josef Mühlbauer der Universität Graz ordnet im Gespräch für das Radio FM4 des ORF die aktuellen geopolitischen, rechtlichen und historischen Dimensionen des US-geführten Krieges gegen Venezuela. 

Die Radiosendung “FM4 Auf Laut” fand am 7.1.2026 um 19:00 live statt und ist als Podcast noch online. Radio FM4 - Podcast - ORF Sound

Zusammenfassende Einordnung vom Friedensforscher Josef Mühlbauer: Venezuela ist trotz politischer Krise weltweit bedeutend wegen seiner Rohstoffe: Das Land verfügt über etwa 303 Milliarden Barrel Öl – vor allem im Orinoco-Gürtel – und damit die größten bekannten Ölreserven der Welt, dazu kommen große Vorkommen an Gold, Bauxit und seltenen Erden, die für moderne Technologien entscheidend sind. Die jüngsten völkerrechtswidrigen US-Militäroperationen stehen nicht losgelöst da, sondern müssen im längeren historischen Kontext der neokolonialen und imperialen US-Politik in Lateinamerika gesehen werden. Jahrzehntelang hat die USA in der Region interveniert (z. B. Operation Condor, die „Banana Wars“ u. a.), oft mit dem erklärten Ziel, politische Kontrolle zu sichern und Zugang zu strategischen Ressourcen zu behalten. Diese historischen Muster prägen die Wahrnehmung aktueller Ereignisse und geopolitischer Interessen.

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