Austrian Forum for Peace 2026
Die vierte Auflage der Friedenskonferenz stieß auf großes regionales Interesse und war internationaler als je zuvor. In den vergangenen vier Tagen versammelte das Österreichische Friedenszentrum (ACP) rund 300 Vertreter*innen aus Friedenspraxis, Wissenschaft, Politik, Diplomatie, Wirtschaft und Kultur auf Burg Schlaining. Die Teilnehmenden kamen aus mehr als 40 Nationen und von fünf Kontinenten.
Den Auftakt bildete am 29. Juni eine hochkarätig besetzte Eröffnungsfeier mit dem renommierten Friedensforscher Oliver Richmond und Audrey Azoulay, der ehemaligen französischen Kulturministerin und UNESCO-Generaldirektorin. Am zweiten Konferenztag starteten zahlreiche Workshops, die sich unter anderem mit den Schwerpunkten Kunst, Umwelt und Technologie in der Friedensarbeit beschäftigten.
Spannende Podiumsdiskussionen ergänzten das abwechslungsreiche Programm. Sowohl das öffentliche Panel mit der ehemaligen ORF-Korrespondentin Hannelore Veit am 30. Juni als auch die Diskussion mit Kristin Lund, der ersten weiblichen Force Commander einer UN-Friedensmission, am 1. Juli machten deutlich: Die Vereinten Nationen bleiben als wichtigste multilaterale Organisation unverzichtbar für den globalen Frieden und die internationale Sicherheit. In den Spotlight Conversations zur Lage im Sudan und im Nahen Osten sowie zur Friedensarbeit im Schatten des Ukrainekriegs zeigte sich zudem, dass die Zivilgesellschaft auch dann Handlungsspielräume hat, wenn offizielle Friedensbemühungen ins Stocken geraten. Sie kann dazu beitragen, Konflikte in eine positive Richtung zu lenken.
Trotz der schwierigen globalen Ausgangslage – weltweit gibt es derzeit fast 50 bewaffnete Konflikte – zieht ACP-Direktor Tobias Lang eine positive Bilanz: „Das Motto des diesjährigen Forums lautete The Art of Peace. Frieden ist eine Kunst und zugleich ein Handwerk, das erlernt werden muss und dessen Methoden sich kontinuierlich weiterentwickeln. Genau das ist mit dem Austrian Forum for Peace 2026 gelungen: Wir haben Ansätze der Mediation, Diplomatie und Friedensbildung weitergedacht, neue Netzwerke geknüpft und gemeinsam an einer friedlicheren Zukunft gearbeitet.“
Auch ACP-Präsident Norbert Darabos betont die Bedeutung der Veranstaltung: „Das Austrian Forum for Peace hat sich seit seiner Gründung im Jahr 2023 als eine der wichtigsten europäischen Plattformen für den Austausch zwischen Diplomatie, Friedensforschung, internationalen Organisationen und Zivilgesellschaft etabliert. Wir wollen diesen Erfolgskurs fortsetzen – das Austrian Forum for Peace 2027 wird von 5. bis 8. Juli stattfinden. Er lobte zudem die führenden Friedensforscher Prof. Klaus Moegling & Univ.-Ass. Josef Mühlbauer"